Kryolagen

Definition

Als Kryolage (griech.: kryos das Eis) wird eine künstlerische Technik bezeichnet, mit deren Hilfe Strukturen von Eiskristallen auf einen Untergrund übertragen werden. Die Technik kann sowohl im graphischen Bereich auf Papier oder in der Ölmalerei angewendet werden. Die Kryolage eignet sich als Ausgangsmaterial für die künstlerische Weiterverarbeitung in Form von Zeichnungen (Blei, Kohle, Tusche, Farbstifte, Aquarellfarben), Collagen oder Ölbildern. Sie ist vergleichbar der Decalcomanie (Abklatschtechnik), mit deren Hilfe Strukturen geschaffen werden, die vom Künstler (z.B. Max Ernst) als Anregung für
Übermalungen und Ausgestaltungen genutzt werden.
Entwickelt wurde die Kryolage im Jahr 1971 von Michael Koch (* 1953). Sie wurde als Ausgangsmaterial für Blei- und Buntstiftzeichnungen, Collagen und in Kombination mit anderen graphischen Techniken angewandt.
Die Kristallbildung kann beeinflusst, nicht aber gesteuert werden. Jedes Blatt ist ein Unikat, es ist Ausdruck der Vielfalt der Natur. PDF (1,4 MB)

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